Portrait von Ennio Morricone

E. Morricone: Sehnsuchtsvolle Melodie und Klang des Schicksals

Werkverzeichnis Nr: 14-TP-0079

Technik: Tusche, Aquarell auf Zeichenpapier 200(b) x200(h) mm

Signiert auf der Vorder-und Rückseite

 

Ennio Morricone ist für mich der Meister des schicksalhaften Augenblicks. In meiner Serie „Canto infinito“ darf er nicht fehlen, denn seine Musik fängt jenen Moment ein, in dem Worte versagen: die Begegnung und den Abschied. Er besaß die Fähigkeit, die „erhabene Melancholie“, die wir bei Gustav Mahler so bewundern, in die heutige Zeit zu übersetzen.

 

In meiner Tuschezeichnung versuche ich, diese literarische Tiefe einzufangen. Morricones Melodien sind keine bloße Untermalung; sie sind die Seele der Szene. Wenn ich seine Musik höre, sehe ich Bilder von schmerzhafter Schönheit und menschlicher Größe. Er zeigt uns, dass Musik die Kraft hat, das Unausweichliche des Schicksals zu tragen. Ein Porträt über die Sehnsucht, die bleibt, wenn alles andere vergangen ist – gezeichnet mit der Präzision eines Komponisten, der die Stille genauso beherrschte wie das Orchester.


Spirituelle Hymne: Die Mission der Schönheit

Wenn man über Ennio Morricone spricht, kommt man an ‚Gabriels Oboe‘ aus dem Film The Mission nicht vorbei. Es ist eine Melodie, die das Herz direkt berührt, weil sie eine tiefe Hoffnung und zugleich eine unendliche Demut ausstrahlt. In meiner Zeichnung möchte ich dieses ‚Einmalige‘ festhalten: Wie eine einzige Linie aus Tusche eine ganze Welt des Friedens erschaffen kann. Es ist die Musik der ‚Nella Fantasia‘ – ein Traum von einer Welt, in der die Seele frei ist. Morricone hat hier bewiesen, dass Schönheit die stärkste Kraft der Menschheit ist. Dieses Porträt ist meine Verneigung vor einem Mann, der uns gezeigt hat, dass Musik eine universelle Sprache der Liebe und des Überlebens ist