Werkverzeichnis Nr: 14-TP-0079
Technik: Tusche, Aquarell auf Zeichenpapier 200(b) x200(h) mm
Signiert auf der Vorder-und Rückseite
Sein Porträt sagt: „Es wird eine Zeit nach der Krise geben.“
Dieses Porträt atmet den Geist der Utopie. Ernst Bloch war der Philosoph des „Noch-Nicht“, derjenige, der in jedem Menschen und in jedem Gesicht das Potenzial für eine hellere Zukunft suchte. In seinen Zügen liegt eine visionäre Unruhe; er ist der Wanderer, der durch die Dunkelheit der Gegenwart hindurch auf den Horizont starrt. Für Bloch ist die Kunst – und insbesondere das Porträt – ein „Vorschein“. Das bedeutet: Die Zeichnung zeigt uns den Menschen nicht nur so, wie er durch Leid und Kampf gezeichnet ist, sondern so, wie er in seiner vollendeten Würde sein könnte. Er sah in der Kunst eine Kraft, die das „Innere Licht“ des Menschen nach außen trägt. Ich habe ihn mit dieser besonderen Aura gezeichnet: Ein Gesicht, das wie eine Verheißung wirkt. Er erinnert uns daran, dass wir mehr sind als unsere aktuelle Not – wir sind Wesen der Hoffnung, die immer über sich hinauswachsen können.
„Die Kunst geht der Realität voraus wie ein Prophet. Das Porträt ist die Grundform der Hoffnung: Es hält das Bild des Menschen fest, wie er in seinem tiefsten Wesen gemeint ist, bevor die Welt ihn beugt.“
Bloch ist der Philosoph der Utopie und des „Prinzips Hoffnung“. Er war ein Träumer im besten Sinne – ein „konkreter Utopist“ Die Rolle der Kunst ist wunderschön: Er sagt, Kunst ist ein „Vorschein“. Sie zeigt uns heute schon, wie eine bessere, gerechtere Welt aussehen könnte. Kunst ist für ihn ein Fenster in die Freiheit. Portrait von E. Bloch in Tusch zeichnen bedeutet, die Hoffnung zu zeichnen. Er sieht nicht nur das, was ist, sondern das, was noch nicht ist, aber kommen könnte. Er strahlt in dieser Zeichnung einen suchenden, der weiten Blick hat – den Blick eines Mannes, der durch die Mauern der Gegenwart hindurchsieht..