Portrait von M. Rostropowitsch

Mstislaw Rostropowitsch: Der Gesang der Freiheit

Werkverzeichnis Nr: 14-TP-0079

Technik: Tusche, Aquarell auf Zeichenpapier 200(b) x200(h) mm

Signiert auf der Vorder-und Rückseite

 

In der Tuschezeichnung von „Slawa“ Rostropowitsch spüren wir die physische Gewalt und die gleichzeitige Zärtlichkeit seines Spiels. Er war kein Cellist, der ein Instrument bediente – er wurde eins mit dem Holz. Sein Porträt zeigt die Leidenschaft eines Mannes, der mit dem Bogen wie mit einem Schwert für die Freiheit kämpfte und im nächsten Moment einen Ton erzeugen konnte, der so fein und ätherisch war, dass die Zeit stillzustehen schien. Besonders in Beethovens Cellosonate Nr. 3, im Adagio Cantabile, erreichte er einen Klang, der jenseits des Irdischen lag. Es ist eine Musik, die direkt im Herzen widerhallt – erhaben, tröstlich und von einer unendlichen Menschlichkeit. 

Mstislaw Rostropowitsch – ein Name, der wie ein gewaltiger Akkord nachklingt. In meiner Serie fange ich ihn in einem Moment höchster Konzentration ein. Rostropowitsch besaß die seltene Gabe, Kraft mit einer fast überirdischen Feinheit zu verbinden. Wer ihn das Adagio Cantabile aus Beethovens 3. Cellosonate spielen hörte, erlebte einen Klang, den man nur als „himmlisch“ bezeichnen kann.

 

Es ist ein Spiel, das die tiefsten Schichten des menschlichen Herzens berührt – erhaben und von einer melancholischen Schönheit, die so groß war, dass diese Musik ihn auch auf seinem letzten Weg begleiten sollte. In der Tusche versuche ich, diese Dualität darzustellen: die maskuline Energie seines Zupfens und die fließende, unendliche Melodie seines Bogens. Er war ein Wanderer zwischen den Welten, ein Kämpfer für die Freiheit und der größte Sänger auf vier Saiten. 


 Bei ihm ist die Schönheit nicht nur „schön“, sondern sie hat ein Gewicht, eine existenzielle Bedeutung. Es ist ein „erhabener“ Klang, weil er das Menschliche und das Göttliche verbindet. Wenn er den Bogen ansetzte, war das kein Spiel, sondern ein Bekenntnis

Die Kraft und die Linie, die das „Himmlische“ im Traurigen klingen lassen

Die Kraft und die Linie: Deine Beschreibung „Voller Kraft, aber bis zu den feinsten Linien“ ist die perfekte Anleitung für eine Tuschezeichnung. Man kann sich die kräftigen, dunklen Striche für seinen Bogenstrich vorstellen und die hauchdünnen, fast verschwindenden Linien für die hohen, singenden Töne.

Ein politisches Herz: Er war nicht nur Musiker, er war ein Symbol für Zivilcourage. Sein Spiel am Checkpoint Charlie beim Fall der Berliner Mauer ist legendär. Er brachte die Musik dorthin, wo die Geschichte atmete.

Das „Himmlische“ im Traurigen: Dass er die 3. Sonate von Beethoven für seine Beisetzung wählte, zeigt seinen Glauben an die Musik als Brücke zwischen Leben und Ewigkeit.