Arioso eterno ist ein wachsender Zyklus. Was mit 25 Portraits begann, entfaltet sich nun zu einer monumentalen Serie von 90 Werken, die den großen Stimmen der Musikgeschichte gewidmet sind.
In der Tradition der großen Meister wie Rembrandt van Rijn ist das Porträt weit mehr als eine bloße Kopie der Realität. Es ist eine Inszenierung der Wahrheit. Wie Rembrandt in seinen späten Selbstbildnissen – besonders jenem rätselhaften Kölner Werk – nutzt auch diese Galerie das Spiel von Licht und Schatten, um das Wesentliche freizulegen.
Rembrandt lehrte uns, dass ein Gesicht eine Partitur ist, auf der das Schicksal seine Noten hinterlässt. Die ikonographische Tiefe seiner Bilder findet in diesen Porträts eine moderne Entsprechung: Wo er Mythen zitierte, zitieren wir heute die Standhaftigkeit des Geistes und die Integrität der Wissenschaft. Es ist die Suche nach dem Menschen hinter der Maske der Zeit – ein unendlicher Prozess des Sehens, Verstehens und Festhaltens.